Konfiguration von Behnke-Sprechstellen mit zwei Behnke-Innenstellen in gerouteten Netzwerken mit Netzwerkbrücke
1. Einleitung
In dieser Einrichtungshilfe wird beschrieben, wie zwei getrennte Netzwerke über eine Netzwerkbrücke miteinander verbunden werden, sodass Behnke-Sprechstellen und Innenstationen netzwerkübergreifend kommunizieren können.
Die beiden Netzwerke sind über einen Router miteinander verbunden (geroutet). Da sich Behnke-Geräte nur innerhalb eines Netzwerks automatisch finden, wird zusätzlich eine Netzwerkbrücke eingerichtet.
Die Netzwerkbrücke sorgt dafür, dass sich die Geräte auch über Netzwerkgrenzen hinweg erkennen und miteinander kommunizieren können.
Es wird davon ausgegangen, dass:
- beide Netzwerke miteinander geroutet sind
- alle Geräte bereits gestartet sind
- die grundlegende Erstinbetriebnahme durchgeführt wurde
- gültige IP-Adressen vergeben wurden
- die Weboberflächen erreichbar sind
2. Netzwerkübersicht
Netzwerk A (192.168.16.0/24)
- Sprechstelle A → 192.168.16.88
- Innenstelle A → 192.168.16.90
Funktion:
- Taste 1 → Innenstelle A
- Taste 2 → Innenstelle B (netzwerkübergreifend)
Netzwerk B (192.168.50.0/24)
- Sprechstelle B → 192.168.50.69
- Innenstelle B → 192.168.50.155
Funktion:
- Taste 1 → Innenstelle B
Verbindung
- Router verbindet beide Netzwerke
- Netzwerkbrücke wird eingerichtet:
von Sprechstelle A → Sprechstelle B
3. Funktionsübersicht
Sprechstelle A
- Taste 1 → Innenstelle A (lokal)
- Taste 2 → Innenstelle B (über Netzwerkbrücke)
Sprechstelle B
- Taste 1 → Innenstelle B (lokal)

4. Netzwerk- und Portanforderungen
Damit die Kommunikation funktioniert, müssen die Netzwerke nicht nur geroutet, sondern auch die notwendigen Ports freigegeben sein.
Grundvoraussetzung
- Netzwerk A ↔ Netzwerk B erreichbar
- Firewall lässt Verkehr in beide Richtungen zu
Erforderliche Ports (bidirektional) Kommunikation / Gerätesuche
- UDP 4000
- UDP 4001
- UDP 4005
- UDP 5000
Weboberfläche
- TCP 80 (HTTP)
- TCP 443 (HTTPS)
SIP (falls genutzt)
- UDP 5060
- UDP 5061
Audio / Video (RTP)
- UDP 10000 – 20000
Wichtig:
Die Netzwerkbrücke selbst benötigt keine eigenen Ports, sondern nutzt die bestehende Kommunikation.
5. Konfiguration Sprechstelle A (aktiver Brückenkopf)
5.1 Menü „Allgemein“
- Betriebsart: IP-Sprechanlage
- Gerätename: „StationA“

5.2 Menü „Sprechanlage“
- Gruppe: 1

5.3 Menü „IP-Sprechanlage“ → Netzwerkbrücke
- Netzwerkbrücke Gegenstelle: 192.168.50.69

Damit wird:
- Sprechstelle A = aktiver Brückenkopf
- Sprechstelle B = passiver Brückenkopf

Nach erfolgreicher Verbindung ist der Status ONLINE
5.4 Tastenbelegung
- Taste 1 → com:101 → Innenstelle A (Gruppe 1 / ID 01)
- Taste 2 → com:201 → Innenstelle B (Gruppe 2 / ID 01, netzwerkübergreifend)

- Konfiguration Innenstelle A
Menü „Allgemein“
- Gerätename: „Innenstelle A“
- Betriebsart: IP-Sprechanlage

Menü „Sprechanlage“
- Gruppe: 1
- ID: 1

-
Konfiguration Sprechstelle B (passiver Brückenkopf)
👉 Keine Netzwerkbrücke konfigurieren!
Menü „Allgemein“
- Gerätename: „Eingang B“
- Betriebsart: IP-Sprechanlage

Menü „Sprechanlage“
- Gruppe: 2

Tastenbelegung
- Taste 1 → com:201
→ Innenstelle B (Gruppe 2 / ID 01)

- Konfiguration Innenstelle B
Menü „Allgemein“
- Gerätename: „Innenstelle B"
- Betriebsart: IP-Sprechanlage

Menü „Sprechanlage“
- Gruppe: 2
- ID: 1

8.Topologie
Sprechanlgage
- In der Topologie sind die vorhandenen Sprechanlagengruppen dargestellt. Die Innenstation oder Sprechstelle, auf der die aktive Netzwerkbrücke eingerichtet ist, ist entsprechend gekennzeichnet.

- Funktionsprüfung
- Taste 1 an Sprechstelle A drücken → Innenstelle A klingelt
- Taste 2 an Sprechstelle A drücken → Innenstelle B klingelt (netzwerkübergreifend)
- Taste 1 an Sprechstelle B drücken → Innenstelle B klingelt
- Technischer Hinweis
- Die Netzwerkbrücke verbindet zwei Netzwerke logisch miteinander
- Sie wird nur auf einer Station eingerichtet
- Die Kommunikation erfolgt automatisch in beide Richtungen
- Voraussetzung ist, dass alle Geräte sich gegenseitig erreichen können (Routing!)