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Wiki Behnke-Station

Aufbau und Funktion einer Behnke IP-SprechanlageNeu erstellt — in den letzten 72 Stunden

BEHNKE-STATION Version6.56

Eine Behnke IP-Sprechanlage verbindet Behnke-Außenstationen und Behnke-Innenstationen über ein IP-Netzwerk.

Im Gegensatz zu einer klassischen Telefonanlage ist für die grundlegende Kommunikation innerhalb der Behnke IP-Sprechanlage kein zentraler Server erforderlich. Die Behnke-Stationen können direkt miteinander kommunizieren.

Damit die Geräte wissen, welche Station zu welchem Bereich gehört und welche Innenstation angerufen werden soll, verwendet die IP-Sprechanlage im Wesentlichen zwei Informationen:

  • die Sprechanlagengruppe
  • die Sprechanlagen-ID einer Innenstation

Diese beiden Begriffe bilden die Grundlage für den Aufbau einer Behnke IP-Sprechanlage.

1. Was ist eine Sprechanlagengruppe?

Jede Behnke-Station innerhalb einer IP-Sprechanlage gehört zu einer Sprechanlagengruppe.

Eine Sprechanlagengruppe fasst Außen- und Innenstationen logisch zu einer gemeinsamen Sprechanlage zusammen.

Eine Anlage kann aus bis zu 9 Sprechanlagengruppen bestehen.

In einer einfachen Installation wird normalerweise nur eine Gruppe benötigt. Alle Außen- und Innenstationen werden dann beispielsweise der Gruppe 1 zugeordnet.

Mehrere Gruppen werden interessant, wenn unterschiedliche Bereiche voneinander getrennt werden sollen.

Beispielsweise könnten Geräte eines Haupteingangs zur Gruppe 1 und Geräte einer Anlieferung zur Gruppe 2 gehören.

Die Gruppe bestimmt damit zunächst:

Welche Geräte gehören logisch zusammen?

Außen- und Innenstationen innerhalb der gleichen Gruppe können direkt miteinander kommunizieren.

Außenstationen der gleichen Gruppe werden außerdem automatisch von einer Innenstation erkannt und in deren Telefonbuch angezeigt.

2. Was ist eine Sprechanlagen-ID?

Innerhalb einer Sprechanlagengruppe muss anschließend festgelegt werden, welche Innenstation angesprochen werden soll.

Dazu besitzt jede Innenstation eine eindeutige Sprechanlagen-ID.

Eine Sprechanlagen-ID kann zwischen 1 und 99 liegen.

Die ID ist damit vereinfacht gesagt die Adresse einer Innenstation innerhalb der Sprechanlage.

Beispielsweise könnte eine Gruppe folgende Innenstationen enthalten:

ID 1 = Empfang
ID 2 = Büro
ID 3 = Lager

Möchte eine Außenstation die Innenstation mit der ID 2 anrufen, verwendet sie innerhalb der gleichen Sprechanlagengruppe die Rufnummer 2.

3. Warum haben Außenstationen keine ID?

Eine Sprechanlagen-ID wird ausschließlich für Innenstationen vergeben. Außenstationen besitzen keine eigene Sprechanlagen-ID.

Der Grund dafür liegt im Aufbau der Kommunikation:

Eine Außenstation verwendet die Sprechanlagen-ID, um eine bestimmte Innenstation anzurufen.

Eine Innenstation erkennt die Außenstationen ihrer Gruppe dagegen automatisch. Die Außenstationen werden im Telefonbuch der Innenstation angezeigt und können von dort ausgewählt werden.

Die Kommunikation wird daher auf beiden Seiten unterschiedlich adressiert:

Außenstation
     |
     | ID 2
     v
Innenstation 2

Die Außenstation benötigt also die ID der gewünschten Innenstation.

Die Innenstation benötigt dagegen keine ID der Außenstation.

4. Wie arbeiten Gruppe und ID zusammen?

Eine ID ist immer im Zusammenhang mit der Sprechanlagengruppe zu betrachten.

Die Gruppe bestimmt zunächst, welche Geräte zusammengehören.

Die ID bestimmt anschließend, welche Innenstation innerhalb dieser Gruppe angerufen wird.

Vereinfacht kann man sich die Adressierung deshalb folgendermaßen vorstellen:

Gruppe + Innenstations-ID

Beispiel:

Gruppe 1
└── Innenstation ID 1

Gruppe 2
└── Innenstation ID 1

Die ID 1 kann damit in unterschiedlichen Gruppen vorkommen.

Entscheidend ist, zu welcher Sprechanlagengruppe die Geräte gehören.

5. Wie funktionieren die Ruftasten einer Außenstation?

In der Betriebsart IP-Sprechanlage gibt es eine einfache Standardzuordnung zwischen den Ruftasten einer Außenstation und den IDs der Innenstationen.

Wenn für eine Taste keine individuelle Rufnummer konfiguriert wurde, verwendet die Außenstation automatisch die Nummer der Taste als Rufnummer.

Damit gilt beispielsweise:

Taste 1 → Innenstation ID 1
Taste 2 → Innenstation ID 2
Taste 3 → Innenstation ID 3

Dadurch kann eine einfache IP-Sprechanlage bereits mit sehr wenig zusätzlicher Konfiguration betrieben werden.

Soll eine Taste eine andere Innenstation anrufen, kann für die Taste eine individuelle Rufnummer konfiguriert werden.

6. Wie findet eine Innenstation die Außenstationen?

Behnke-Stationen innerhalb eines gemeinsamen Netzwerkes können sich gegenseitig erkennen.

Eine Innenstation erkennt dabei automatisch die Außenstationen ihrer eigenen Sprechanlagengruppe.

Diese Außenstationen werden im Telefonbuch der Innenstation angezeigt.

Dadurch kann eine Innenstation beispielsweise eine Außenstation auswählen und eine Verbindung zu ihr aufbauen.

Bei einer Außenstation mit Kamera kann darüber zusätzlich eine Videovorschau verwendet werden.

7. Wie läuft ein Anruf ab?

Bei einem typischen Anruf passiert vereinfacht Folgendes:

1. Eine Ruftaste an der Außenstation wird gedrückt.

2. Die Außenstation ermittelt die konfigurierte Rufnummer.
   Ohne individuelle Konfiguration entspricht diese
   der Nummer der gedrückten Taste.

3. Die Rufnummer entspricht der ID einer Innenstation.

4. Die Außenstation sucht diese Innenstation innerhalb
   ihrer Sprechanlagengruppe.

5. Außenstation und Innenstation bauen direkt über
   das IP-Netzwerk eine Verbindung auf.

6. Audio und gegebenenfalls Video werden zwischen
   den Stationen übertragen.

Ein separater Sprechanlagenserver ist dafür nicht erforderlich.

8. Was ist das Telefonbuch?

Das Telefonbuch einer Innenstation enthält die erkannten Außenstationen der gleichen Sprechanlagengruppe.

Es dient damit nicht nur als klassisches Telefonbuch, sondern gleichzeitig als Übersicht über die Außenstationen, mit denen die Innenstation innerhalb der Sprechanlage arbeiten kann.

Über einen Telefonbucheintrag kann beispielsweise eine Verbindung oder eine Vorschau zu einer Außenstation aufgebaut werden.

9. Was ist der Türöffner-Code?

Für eine Innenstation kann ein Türöffner-Code konfiguriert werden.

Dieser Code kann anschließend an Außenstationen derselben Sprechanlagengruppe verwendet werden, sofern die Außenstation über eine Codeschloss-Funktion verfügt.

Der Türöffner-Code ist damit ebenfalls an die logische Zuordnung der Geräte über die Sprechanlagengruppe gekoppelt.

10. Wie kommunizieren die Geräte miteinander?

Die Behnke-Stationen kommunizieren über das IP-Netzwerk direkt miteinander.

Für eine einfache IP-Sprechanlage müssen sich die Geräte daher gegenseitig über das Netzwerk erreichen können.

Ein Minimalsystem besteht beispielsweise aus:

Außenstation
      |
      |
  PoE-Switch
      |
      |
Innenstation

11. Was ist der Hybridmodus?

Die Betriebsart IP-Sprechanlage ist nicht zwingend die einzige Kommunikationsmöglichkeit einer Behnke-Station.

Über den Hybridmodus kann eine Station gleichzeitig mehrere Betriebsarten verwenden.

Eine Außenstation kann dadurch beispielsweise:

Taste 1 → Behnke-Innenstation

Taste 2 → Teilnehmer einer SIP-Telefonanlage

anrufen.

Der Hybridmodus verbindet damit die direkte Kommunikation der Behnke IP-Sprechanlage mit anderen Kommunikationswegen wie SIP.

12. Wie groß kann eine Behnke IP-Sprechanlage sein?

Eine Behnke IP-Sprechanlage kann aus einem einfachen System mit einer Außen- und einer Innenstation bestehen.

Das System kann jedoch auch auf mehrere Außen- und Innenstationen erweitert werden.

Laut technischem Handbuch sind Anlagen mit:

  • bis zu 9 Sprechanlagengruppen
  • und insgesamt bis zu 100 Geräten

möglich.

13. Welche Voraussetzungen gibt es?

Damit Behnke-Stationen innerhalb einer IP-Sprechanlage zusammenarbeiten können, müssen einige grundlegende Voraussetzungen erfüllt sein.

Alle Geräte der Sprechanlage müssen sich über das IP-Netzwerk erreichen können.

Das Administrator-Passwort ist eine globale Einstellung und muss auf allen Geräten der Sprechanlage identisch sein.

Alle Geräte benötigen mindestens Firmware-Version 5.85.

Es wird empfohlen, auf allen Geräten der Sprechanlage die gleiche Firmware-Version einzusetzen.

14. Kurz zusammengefasst

Die grundlegende Logik der Behnke IP-Sprechanlage lässt sich auf drei Schritte reduzieren:

Gruppe
  ↓
Welche Geräte gehören zusammen?

ID
  ↓
Welche Innenstation soll angesprochen werden?

IP-Netzwerk
  ↓
Wie erreichen sich die Geräte?

Wer diese drei Punkte verstanden hat, hat bereits das grundlegende Funktionsprinzip einer Behnke IP-Sprechanlage verstanden.

15. FAQ

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